Familie: Kreuzblütler - Brassicaceae
Laut "Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, 2011" gibt es weltweit 195 "Alyssum"-Arten; für Deutschland werden dort 4 Arten und 2 Unterarten beschrieben.
Sebald, Seybold, Philippi, 1993, Bd. 2, S. 260, sprechen von rund 80 Arten, die vorwiegend im Mittelmeerraum vorkommen. In Baden-Württemberg kommen nur 2 Arten wild vor. Die Pflanze wird auch in Gärten kultiviert und verwildert gelegentlich oder wird auch angesalbt.
Das Berg-Steinkraut ist in Deutschland besonders geschützt!
Mediterrane Pflanze
"Pionierpflanze", auch Zierpflanze
Das Berg-Steinkraut kommt in Oberschwaben nicht vor, aber als kalkliebende Pflanze auf der Schwäbischen Alb.
Das Berg-Steinkraut wurde von Basilius Besler für sein 1613 veröffentliches Buch "Hortus Eystettensis", ein Dokument des berühmten Gartens von Eichstätt, nach der Natur in Kupfer gestochen (Tafel 193).
Steffen Guido Fleischhauer hat das Berg-Steinkraut in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.
Eine Beschreibung und Fotos des Berg-Steinkrauts findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.
Laut www.floraweb.de liegen für das Berg-Steinkraut keine Angaben zur Nutzung durch Schmetterlinge vor.
Blühmonate: März bis Mai
Standorte: Felsfluren, Trockenrasen, kalkhold
Häufigkeit:
Auch Zierpflanze
Areal: meridional/montanes bis südlichtemperates Europa, nur im ozeanischen Klima vorkommend (Stufe 2-4 auf der 10-stufigen pflanzengeographischen Kontinentalitätsskala).
Immergrün
Rosettenlos
Hemikryptophyt: Überdauerungsknospen in Höhe der Erdoberfläche
kurzlebige Staude
Pleiokorm: verzweigter, oft verholzter Bodenspross, der trotz möglicher sprossbürtiger Bewurzelung auf die Verbindung mit der Primärwurzel angewiesen bleibt
Insektenbestäubung
Windausbreitung der Samen
Samen kurzlebig (1-3 Jahre)
Lichtkeimer
Zeigerwerte:
Vergesellschaftung: wächst gern in der Ordnung "Felsgrus- und Felsband-Ges. basenreicher Gesteine" (O Alysso-Sedetalia; O Alysso-Sed.) und im Verband "Kontinentale Trocken- und Halbtrockenrasen" (O Festucetalia valesiaceae; O Fest. val.).
Besonders geschützt
Blühmonate: März bis Mai
Standorte: Sandtrockenrasen, basenhold
Häufigkeit: selten NW-Bayern, NW-Baden-Württemberg, O-Rheinland-Pfalz, Hessen, Brandenburg?
Areal: submeridional/montanes bis temperates Europa, im eher gemäßigten Klima vorkommend (Stufe 4-5 auf der 10-stufigen pflanzengeographischen Kontinentalitätsskala).
Vergesellschaftung: wächst in der Ordnung "Kontinentale Kalk-Sandtrockenrasen" (V Koelerion glaucae; V Koel. glauc.)