Familie: Korbblütler - Asteraceae
Laut "Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, 2011" gibt es weltweit evt. 260 "Centaurea"-Arten; für Deutschland werden dort 15 Arten und einige Unterarten beschrieben.
Sebald, Seybold, Philippi und Wörz, 1996, Bd. 6, S. 273, schreiben, dass der Verbreitungsschwerpunkt der Gattung "Centaurea" im Mittelmeergebiet, in Vorderasien und im Nahen Osten liegt. In Europa kommen 221 Arten vor, in Baden-Württemberg 11 Arten. Es soll auch häufig zu Bastardbildung kommen.
Europäische Pflanze
"Fettwiesenpflanze"
In Baden-Württemberg findet man die Gewöhnliche Flockenblume auf Platz 61 der 100 häufigsten Sippen, die sich in 95,1 % der Kartierflächen nachweisen lässt: www.flora.naturkundemuseum-bw.de/bestimmung.htm
Die Gewöhnliche Flockenblume kommt auch im Alpenvorland häufig vor.
Die Gewöhnliche Flockenblume wurde von Basilius Besler für sein 1613 veröffentliches Buch "Hortus Eystettensis", ein Dokument des berühmten Gartens von Eichstätt, nach der Natur in Kupfer gestochen (Tafel 278).
Steffen Guido Fleischhauer hat die Gewöhnliche Flockenblume in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.
Eine Beschreibung und schöne Fotos der Gewöhnlichen Flockenblume findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz und, sogar in deutscher Sprache, auf der finnischen Seite www.luontoportti.com/suomi/de.
Eine Darstellung der weltweiten Verbreitung der Gewöhnlichen Flockenblume kann man über https://powo.science.kew.org aufrufen.
Die Gewöhnliche Flockenblume ist laut www.floraweb.de Raupen-Futterpflanze für 2 Falterarten und Nektarpflanze für 1 Falterart.
Sebald, Seybold, Philippi und Wörz, 1996, Bd. 6, S. 273: Die Gewöhnliche Flockenblume wächst gern in Gesellschaft von Wiesen-Salbei, Margerite, Wiesen-Klee, Glatthafer, Knäuelgras und Spitz-Wegerich.
Blühmonate: (Mai-)Juni-August
Standorte: Frische bis feuchte Wiesen und Weiden, Ruderalstellen; basenhold
Häufigkeit:
Teilweise auch eingebürgerter und unbeständiger Neophyt
Areal: submeridionales bis boreales Europa, sowohl im ozeanischen als auch im schwach kontinentalen Klima vorkommend (Stufe 2-6 auf der 10-stufigen pflanzengeographischen Kontinentalitätsskala). Neophyt in Westsibirien und im australen plus submeridionalen bis temperaten Ostamerika
Teilimmergrün/sommergrün
Halbrosettenpflanze
Hemikryptophyt: Überdauerungsknospen in Höhe der Erdoberfläche
Staude
Pleiokorm: verzweigter, oft verholzter Bodenspross, der trotz möglicher sprossbürtiger Bewurzelung auf die Verbindung mit der Primärwurzel angewiesen bleibt
Insektenbestäubung, Selbstbestäubung
Verdauungsausbreitung, Ameisenausbreitung der Samen
Zeigerwerte:
Vergesellschaftung: wächst gern in "Gesellschaften des Wirtschaftsgrünlandes" (K Molinio-Arrhenatheretea; K Mol.-Arr.), besonders bevorzugt sie "Frische Wiesen und Weiden" (O Arrhenatheretalia elatioris; O Arrh.) und im Verband "Steinkleefluren" (V Dauco-Melilotion; V Dauco-Mel.).
21.09.2022 - An der Mosel oberhalb von Kröv:
Eurasiatische Pflanze
"Trockenpflanze"
Auch die Skabiosen-Flocken- blume kenne ich schon von Praktikantenzeiten her.
Laut Rita Lüder, Grundkurs der Pflanzenbestimmung, 2006, S. 40 und 48, handelt es bei der Skabiosen-Flockenblume um eine sogenannte „Zeigerpflanze“: sie kommt vor allem auf stickstoffarmen und trockenen Standorten vor und gilt als „Magerkeitszeiger“ und auch als "Trockenzeiger".
Eine Beschreibung und schöne Fotos der Skabiosen-Flockenblume findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz und, sogar in deutscher Sprache, auf der finnischen Seite www.luontoportti.com/suomi/de.
Eine Darstellung der weltweiten Verbreitung der Skabiosen-Flockenblume kann man über https://powo.science.kew.org aufrufen.
Die Skabiosen-Flockenblume ist laut www.floraweb.de als Raupen-Futterpflanze für 9 Falterarten und Nektarpflanze für 19 Falterarten (darunter das Tagpfauenauge und der Distelfalter) von Bedeutung.
Mitteleuropäische Pflanze
"Bergpflanze"
Beschreibungen der Perücken-Flockenblume finden sich bei Jürgen Feder, 2014
Zahlreiche schöne Fotos und Informationen zur Perücken-Flockenblume findet man auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.
Eine Darstellung der weltweiten Verbreitung der Perücken-Flockenblume kann man über https://powo.science.kew.org aufrufen.
Laut www.floraweb.de liegen für die Perücken-Flockenblume keine Angaben zur Nutzung durch Schmetterlinge vor.
Westeuropäische Pflanze
"Trockenblume"
Laut www.floraweb.de liegen für die Hain-Flockenblume keine Angaben zur Nutzung durch Schmetterlinge vor.
Eine Darstellung der weltweiten Verbreitung der Hain-Flockenblume kann man über https://powo.science.kew.org aufrufen.
Westeuropäische Pflanze
"Trockenpflanze"
In Oberschwaben ist die Schwarze Flockenblume sehr selten. Ich habe sie dort noch nie gesehen. Im westlichen Teil von Baden-Württemberg kommt sie häufig vor. Mein Exemplar habe ich im Saarland bei Losheim am See gefunden.
Laut www.floraweb.de liegen für die Schwarze Flockenblume keine Angaben zur Nutzung durch Schmetterlinge vor.
Vielseitige Information und sehr schöne Bilder zur Schwarzen Flockenblume findet man, sogar in deutscher Sprache, auf der finnischen Seite www.luontoportti.com/suomi/de.
Eine Darstellung der weltweiten Verbreitung der Schwarzen Flockenblume kann man über https://powo.science.kew.org aufrufen.
Auch: C. maculosa, C. rhenana, Acosta stoebe
Evt. eurasiatische Pflanze
"Pionierpflanze"
In Oberschwaben kommt die Gefleckte Flockenblume über-haupt nicht vor. In ganz Süd-deutschland ist sie eher selten, während sie in NO-Deutschland verbreitet vorkommen soll.
Ich habe wenige Exemplare auf der Schwäbischen Alb im Kleinen Lautertal gesehen.
Zahlreiche schöne Fotos und Informationen zur Gefleckten Flockenblumel findet man auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.
Eine Darstellung der weltweiten Verbreitung der Gefleckten Flockenblume kann man über https://powo.science.kew.org aufrufen.
Laut www.floraweb.de liegen für die Gefleckte Flockenblume keine Angaben zur Nutzung durch Schmetterlinge vor.
Jonas Frei hat die Gefleckte Flockenblume unter dem Aspekt "Winterliche Blattrosetten" in seinem sehr ansprechendes und informatives Buch "Stadtwildpflanzen", 2022, aufgenommen (S. 96).
Blühmonate: Juli-September
Standorte: Felsfluren, Trocken- und Sandtrockenrasen, ruderale Halbtrockenrasen, trockene, sandig-kiesige bis lehmige Ruderalstellen: Bahnanlagen, Tagebaue; Brachen
Häufigkeit:
Teilweise auch eingebürgerter und unbeständiger Neophyt
Areal: submeridionales bis subtemperates Europa bis Westsbirien, sowohl im ozeanischen als auch im gemäßigt-kontinentalen Klima vorkommend (Stufe 2-7 auf der 10-stufigen pflanzengeographischen Kontinentalitätsskala).
Immergrün
Halbrosettenpflanze
Hemikryptophyt: Überdauerungsknospen in Höhe der Erdoberfläche
Staude
Pfahlwurzel
Insektenbestäubung
Klett- und Klebausbreitung
Zeigerwerte:
Vergesellschaftung: wächst in den Klassen "Basenreiche Trocken- und Halbtrockenrasen" (K Festuco-Brometea; K Fest.-Brom.) und "Felsfluren, Silikat- und gefestigte Sandtrockenrasen" (K Sedo-Scleranthetea; K Sedo-Scler.), in der Ordnung "Quecken-Pionierfluren" (O Agropyretalia repentis; O Agrop.) und im Verband "Steinkleefluren" (V Dauco-Melilotion; V Dauco-Mel.).
19.09.2020 - Rheinufer beim Strandbad Mannheim-Neckarau:
15.08.2023 - NSG Sandhausener Sanddüne, Zugmantel-Bandholz:
Westeuropäisch-mediterrane Pflanze
"Unkraut- oder Ruderalpflanze"
Namen
Englisch: Purple Star-thistle, Red Star-thistle
Französisch: Centaurée étoilée, Centaurée chausse-trappe
Italienisch: Fiordaliso stellato, Calcatreppola, Centaurea calcatreppola, Centaurea stellatata
Spanisch: Cardo estrellado, Herba espitllera
Laut www.floraweb.de liegen für die Stern-Flockenblume keine Angaben zur Nutzung durch Schmetterlinge vor.
Eine Beschreibung und schöne Fotos der Stern-Flockenblume findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.
Eine Darstellung der weltweiten Verbreitung der Stern-Königskerze kann man über https://powo.science.kew.org aufrufen.
Blühmonate: Juli-August
Standorte: Mäßig trockene, meist verdichtete Ruderalstellen: besoners Trittstellen, Umschlagplätze
Neophyt (19, Jahrh.)
Häufigkeit:
In Baden-Württemberg, Hessen und Thüringen ausgestorben
Im Rückgang begriffen
Areal: meridionales bis submeridionales Europa bis Westasien in der Kontinentalitätsstufe 1-6 bis ins südlichtemperate Europa bis Westasien in der Kontinentalitätsstufe 1-3. Neophyt im australen Australien und Amerika sowie im meridionalen bis temperaten Amerika.
Immergrün
Halbrosettenpflanze
Hemikryptophyt: Überdauerungsknospen in Höhe der Erdoberfläche
Zwei- (bis wenig-)jährig
Pfahlwurzel
Insektenbestäubung
Windausbreitung der Samen: Steppenroller, Menschenausbreitung der Samen
Zeigerwerte:
Vergesellschaftung: wächst in den Verbänden "Vogelknöterich-Trittrasen" (V Polygonion avicularis; V Polyg. avic.), "Wege-Rauken-Ges." (V Sisymbrion officinalis; V Sisymbr.) und "Eselsdistel-Ges." (V Onopordion acanthii; V. Onop.)