Südeuropäische Pflanze; "submediterranes Florenelement" (Sebald, Seybold, Philippi und Wörz, 1996, Bd. 5, S. 467)
"Fettwiesenpflanze"
Namen
Englisch: False baby's breath, Wil Madder, White Bedstraw, Hedge Bedstraw
Italienisch: Caglio tirolese, Caglio morbido
Französisch: Gaillet commun, Gaillet mollugine, Caille-lait blanc, Gaillet blanc
Spanisch: Galio blanco
Das Wiesen-Labkraut müsste auch in Oberschwaben zu finden sein.
Das Wiesen-Labkraut ist laut www.floraweb.de Raupenfutterpflanze für 16 Nachtfalterarten.
Steffen Guido Fleischhauer hat das Wiesen-Labkraut in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.
Eine Beschreibung und schöne Fotos des Wiesen-Labkrauts findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.
Eine Darstellung der weltweiten Verbreitung des Wiesen-Labkrauts kann man über https://powo.science.kew.org aufrufen.
Blühmonate: Mai bis Juli
Standorte: Frischwiesen, Auenwäldersäume, Wald- und Gebüschsäume
(Neophyt ?)
Die Verbreitung in Deutschland ist ungenau bekannt. Es kommt zu Verwechslungen mit "Galium album".
Häufigkeit:
Areal: meridional/montanes bis temperates Europa, nur im ozeanischen Klima vorkommend (Stufe 1-4 auf der 10-stufigen pflanzengeographischen Kontinentalitätsskala).
Teilimmergrün
Rosettenlos
Hemikryptophyt: Überdauerungsknospen in Höhe der Erdoberfläche
Staude
Pleiokorm: verzweigter, oft verholzter Bodenspross, der trotz möglicher sprossbürtiger Bewurzelung auf die Verbindung mit der Primärwurzel
angewiesen bleibt
Insektenbestäubung: besonders Fliegen
Vormännlichkeit: die Staubblätter geben den Pollen ab, bevor die Narbe der Blüte oder der Blüten des Blütenstandes) belegt werden kann, dadurch wird Fremdbestäubung erreicht
Klett- und Klebausbreitung, Verdauungsausbreitung der Samen
Zeigerwerte:
Vergesellschaftung: wächst gern in der Ordnung "Frische Wiesen und Weiden" (O Arrhenatheretalia elatioris; O Arrh.) und im Verband "Hartholz-Auenwälder" (V Alno-Ulmion; V Alno-Ulm.).
Herbarium Dr. Wolf von Thun:
Eurosibirische Pflanze
"Fettwiesenpflanze"
Namen
Englisch: White Bedstraw
Französisch: Gaillet blanc
Italienisch: Caglio bianco
In Baden-Württemberg steht das Weiße Labkraut auf Platz 11 der Liste der 100 häufigsten Pflanzenarten: www.flora.naturkundemuseum-bw.de/bestimmung.htm. Damit ist es die häufigste Labkraut-Art und das häufigste Rötegewächs im Land.
Das Weiße Labkraut kommt in ganz Baden-Württemberg verbreitet und häufig vor.
Eine Beschreibung und schöne Fotos des Wiesen-Labkrauts findet man auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz und, sogar in deutscher Sprache, auf der finnischen Seite www.luontoportti.com/suomi/de.
Sebald/Seybold/Philippi/Wörz, Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs, Bd 5, 1996, S. 467f: "G. album wird als häufigste Art des G. mollugo-Kompexes vielfach mit der Artengruppe gleichgesetzt und als Galium mollugo bezeichnet....Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen beziehen sich alle Angaben von Galium mollugo agg. aus der Kartierung auf Galium album. Wichtige Begleitarten des Weißen Labkrauts sind u.a.: Glatthafer, Wiesen-Storchschnabel, Löwenzahn, Spitzwegerich, Wiesen-Klee, Gewöhnliches Ruchgras.
Jonas Frei hat das Weiße Labkraut in sein sehr ansprechendes und informatives Buch "Stadtwildpflanzen", 2022, aufgenommen (S. 314).
Eine Darstellung der weltweiten Verbreitung des Weißen Labkrauts kann man über https://powo.science.kew.org aufrufen.
Blühmonate: Juni bis September
Standorte: Frischwiesen, Halbtrockenrasen, Wegsäume, Auenwälder, Wald- und Gebüschsäume, nährstoffanspruchsvoll
Häufigkeit: alle Bundesländer "gemein", kommt in über 90% der Kartierflächen vor
Areal: meridional/montanes bis boreales Europa, nur im ozeanischen und im gemäßigten Klima vorkommend (Stufe 1-5 auf der 10-stufigen pflanzengeographischen Kontinentalitätsskala). Neophyt in Australien und im submeridional/montanen bis temperaten Ostamerika in den Kontinentalitätsstufen 1-5 auf der 10-stufigen pflanzengeographischen Kontinentalitätsskala.
Teilimmergrün
Rosettenlos
Hemikryptophyt: Überdauerungsknospen in Höhe der Erdoberfläche
Staude
Unterirdische Ausläufer
Zeigerwerte:
Vergesellschaftung: wächst gern in den Verbänden "Tieflagen-Fettwiesen" (V Arrhenatherion elatioris; V Arrh.), "Submediterrane Kalk-Halbtrockenrasen" (V Mesobromion; V Mesobrom.), "Mesotherme Saumgesellschaften" (V Trifolion medii; V Trif. med.), "Hartholz-Auenwälder" (V Alno-Ulmion; V Alno-Ulm.), sowie in der Ordnung "Xerotherme Eichenmischwälder" (O Quercetalia pubescenti-tetraeae; O Querc. pub.).
Eurasiatisch-nordamerikanische Pflanze
"Trockenpflanze"
Weitere Fotos zum Nordischen Labkraut findet man auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.
Vielseitige Information und sehr schöne Bilder zum Nordischen Labkraut findet man, sogar in deutscher Sprache, auf der finnischen Seite www.luontoportti.com/suomi/de.
Eine Darstellung der weltweiten Verbreitung des Norischen Labkrauts kann man über https://powo.science.kew.org aufrufen.
Mittel- und südeuropäische Pflanze
"Bergpflanze"
Zahlreiche schöne Fotos und Informationen zum Ungleichblättrigen Labkraut findet man auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.
Eine Darstellung der weltweiten Verbreitung des Ungleichblättrigen Labkrauts kann man über https://powo.science.kew.org aufrufen.
Osteuropäische Pflanze
"Unkraut- oder Ruderalpflanze", "Neophyt"
Schöne Fotos und Informationen zum Krappartigen Labkraut findet man auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.
Eine Darstellung der weltweiten Verbreitung des Krappartigen Labkrauts kann man über https://powo.science.kew.org aufrufen.