Lithospermum officinale - Echter Steinsame

Familie: Boretschgewächse - Boraginaceae

Ursprünglich eurasiatische Pflanze

"Waldpflanze"

Namen

Englisch: Common gromwell, European stoneseed

Französisch: Grémil officinal, herbe aux perles

Italienisch: Erba perla maggiore, Migliarino officinale

Spanisch: Mijo del sol, granos de amor, lagrimas de David

Laut "Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, 2011" gibt es weltweit 45-59 "Lithospermum"-Arten; für Deutschland wird dort nur 1 Art beschrieben.

 

Sebald, Seybold, Philippi und Wörz, 1996, Bd. 5, S. 81, 60 Arten,die vorwiegend im Mittelmeergebiet verbreitet sind. in Europa kommen 8 Arten vor, in Baden-Württemberg 3 Arten. Das liegt daran, dass sie die Gattung "Buglossoides" noch zur Gattung "Lithospermum" stellen.

Der Echte Steinsame soll auch in Oberschwaben vorkommen. Ich habe ihn allerdings dort noch nie gesehen und auch am bayerischen Ufer der Iller bei Ferthofen habe ich ihn bei einer Wanderung nur an einem Standort mit sehr wenigen Exemplaren gesehen.

19.06.2021 - An der Iller bei Ferthofen
19.06.2021 - An der Iller bei Ferthofen
19.06.2021 - An der Iller bei Ferthofen
19.06.2021 - An der Iller bei Ferthofen

Der Echte Steinsame in der Fachliteratur

Steffen Guido Fleischhauer hat den Echten Steinsamen in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.

Eine Beschreibung und schöne Fotos des Echten Steinsamen findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.

Laut www.floraweb.de liegen für den Echten Steinsamen keine Angaben zur Nutzung durch Schmetterlinge vor.

Wikipedia: wurde früher gemäß der Signaturenlehre gegen Steinleiden verwendet und im alten China als Färbemittel für Seide und Wolle.

19.06.2021 - An der Iller bei Ferthofen
19.06.2021 - An der Iller bei Ferthofen

Zum Spitzwegerich habe ich bei Rothmaler, 2011, gefunden:

Blühmonate: Mai bis Juli

Standorte: (Wechsel)frische bis mäßig trockene, lichte Auenwälder und ihre Säume, Trockengebüsche, an Waldwegen, verbrachte Halbtrockenrasen, kalkhold

Häufigkeit: 

Im Rückgang begriffen

Areal: meridional/montanes bis temperates Europa bis Westasien, sowohl im ozeanischen als auch im kontinentalen Klima vorkommend (Stufe 1-8 auf der 10-stufigen pflanzengeographischen Kontinentalitätsskala). Neophyt im submeridionalen bis temperaten Amerika.

Sommergrün

Rosettenlos

Hemikryptophyt: Überdauerungsknospen in Höhe der Erdoberfläche

Staude

Pleiokorm: verzweigter, oft verholzter Bodenspross, der trotz möglicher sprossbürtiger Bewurzelung auf die Verbindung mit der Primärwurzel 

angewiesen bleibt

Insektenbestäubung: Bienen, Selbstbestäubung

Vorweiblichkeit: die Narbe öffnet sich oder wird belegbar, bevor sich die Staubbeutel (der Blüte oder des Blütenstandes) öffnen

Stoßausbreitung, Verdauungsausbreitung, Wasserausbreitung der Samen?

Zeigerwerte: 

Vergesellschaftung: wächst gern in der Ordnung "Trockenwalsäume" (O Origanetalia vulgaris; O Orig.) und in den Verbänden "Xerothermgebüsche" (V Berberiion; V Berb.) und "Hartholz-Auenwälder" (V Alno-Ulmion; V Alno-Ulm.)

Verwendung: Volksheilpflanze

19.06.2021 - An der Iller bei Ferthofen
19.06.2021 - An der Iller bei Ferthofen
19.06.2021 - An der Iller bei Ferthofen
19.06.2021 - An der Iller bei Ferthofen
28.06.2020 - Auwald an der Iller bei Ferthofen
28.06.2020 - Auwald an der Iller bei Ferthofen
10.08.2023 - Botanischer Garten Frankfurt am Main
10.08.2023 - Botanischer Garten Frankfurt am Main