Familie: Boretschgewächse - Boraginaceae
Ursprünglich eurasiatische Pflanze
"Waldpflanze"
Namen
Englisch: Common gromwell, European stoneseed
Französisch: Grémil officinal, herbe aux perles
Italienisch: Erba perla maggiore, Migliarino officinale
Spanisch: Mijo del sol, granos de amor, lagrimas de David
Laut "Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, 2011" gibt es weltweit 45-59 "Lithospermum"-Arten; für Deutschland wird dort nur 1 Art beschrieben.
Sebald, Seybold, Philippi und Wörz, 1996, Bd. 5, S. 81, 60 Arten,die vorwiegend im Mittelmeergebiet verbreitet sind. in Europa kommen 8 Arten vor, in Baden-Württemberg 3 Arten. Das liegt daran, dass sie die Gattung "Buglossoides" noch zur Gattung "Lithospermum" stellen.
Der Echte Steinsame soll auch in Oberschwaben vorkommen. Ich habe ihn allerdings dort noch nie gesehen und auch am bayerischen Ufer der Iller bei Ferthofen habe ich ihn bei einer Wanderung nur an einem Standort mit sehr wenigen Exemplaren gesehen.
Steffen Guido Fleischhauer hat den Echten Steinsamen in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.
Eine Beschreibung und schöne Fotos des Echten Steinsamen findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.
Laut www.floraweb.de liegen für den Echten Steinsamen keine Angaben zur Nutzung durch Schmetterlinge vor.
Wikipedia: wurde früher gemäß der Signaturenlehre gegen Steinleiden verwendet und im alten China als Färbemittel für Seide und Wolle.
Blühmonate: Mai bis Juli
Standorte: (Wechsel)frische bis mäßig trockene, lichte Auenwälder und ihre Säume, Trockengebüsche, an Waldwegen, verbrachte Halbtrockenrasen, kalkhold
Häufigkeit:
Im Rückgang begriffen
Areal: meridional/montanes bis temperates Europa bis Westasien, sowohl im ozeanischen als auch im kontinentalen Klima vorkommend (Stufe 1-8 auf der 10-stufigen pflanzengeographischen Kontinentalitätsskala). Neophyt im submeridionalen bis temperaten Amerika.
Sommergrün
Rosettenlos
Hemikryptophyt: Überdauerungsknospen in Höhe der Erdoberfläche
Staude
Pleiokorm: verzweigter, oft verholzter Bodenspross, der trotz möglicher sprossbürtiger Bewurzelung auf die Verbindung mit der Primärwurzel
angewiesen bleibt
Insektenbestäubung: Bienen, Selbstbestäubung
Vorweiblichkeit: die Narbe öffnet sich oder wird belegbar, bevor sich die Staubbeutel (der Blüte oder des Blütenstandes) öffnen
Stoßausbreitung, Verdauungsausbreitung, Wasserausbreitung der Samen?
Zeigerwerte:
Vergesellschaftung: wächst gern in der Ordnung "Trockenwalsäume" (O Origanetalia vulgaris; O Orig.) und in den Verbänden "Xerothermgebüsche" (V Berberiion; V Berb.) und "Hartholz-Auenwälder" (V Alno-Ulmion; V Alno-Ulm.)
Verwendung: Volksheilpflanze