Familie: Schmetterlingsblütler - Fabaceae
Laut "Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, 2011" gibt es weltweit 83 "Medicago"-Arten; für Deutschland werden dort 6 Arten beschrieben.
Sebald, Seybold, Philippi, 1992, Bd. 3, S. 400, sprechen von etwa 50-75 Arten. Aus Europa sind 37 Arten bekannt. In Baden-Württemberg kommen 3 Arten und die Bastard-Luzerne vor.
Eurasiatisch-nordafrikanische Pflanze
"Fettwiesenpflanze"
Namen
Englisch: Black Medick
Französisch: Luzerne lupuline
Italienisch: Erba medica lupulina
Der Hopfen-Schneckenklee steht In Baden-Württemberg auf Platz 47 der Liste der 100 häufigsten Pflanzenarten: www.flora.naturkundemuseum-bw.de/bestimmung.htm. Damit ist er der fünfthäufigte Schmetterlingsblütler im Land.
Der Hopfen-Schneckenklee ist in Oberschwaben weit verbreitet.
Hinsichtlich der Blätter besteht Verwechslungsmöglichkeit mit dem Zwerg-Klee.
Steffen Guido Fleischhauer hat den Hopfen-Schneckenklee in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.
Alexandra-Maria Klein und Julia Krohmer führen den Hopfen-Schneckenklee mit dem Attribut "Explodiert beim Blütenbesuch" bei ihren Stadtpflanzen auf ("Das wächst in deiner Stadt". S. 81, 2023): wenn ein Bestäuber auf der Blüte landet, schnellen die Staubblätter heraus, um ihren Pollen explosionsartig auf das Insekt zu laden.
Eine Beschreibung und schöne Fotos des Hopfen-Schneckenklees findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz und, sogar in deutscher Sprache, auf der finnischen Seite www.luontoportti.com/suomi/de.
Der Hopfen-Schneckenklee ist laut www.floraweb.de als Raupen-Futterpflanze für 9 Falterarten und Nektarpflanze für 3 Falterarten (auch für den Gemeinen Bläuling, Tagfalter) von Bedeutung.
Jonas Frei hat den Hopfen-Schneckenklee in sein sehr ansprechendes und informatives Buch "Stadtwildpflanzen", 2022, aufgenommen (S. 159).
Zum Vergleich: die Quadrate haben eine Seitenlänge von 5 mm.
Eurasiatische Pflanze
"Trockenpflanze"
Namen
Englisch: Sickle Medick
Französisch: Luzerne en faux
Italienisch: Erba medica falcata
Laut Rita Lüder, Grundkurs der Pflanzenbestimmung, 2006, S. 44, handelt es sich beim Sichelklee um eine sogenannte „Zeigerpflanze“: er kommt vor allem auf kalkhaltigen Böden vor und gilt als „Kalkzeiger“.
Steffen Guido Fleischhauer hat die Medicago-Arten in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.
Weitere Fotos zum Sichelklee findet man auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.
Vielseitige Information und sehr schöne Bilder zum Sichelklee findet man, sogar in deutscher Sprache, auf der finnischen Seite www.luontoportti.com/suomi/de.
Jonas Frei hat den Sichel-Schneckenklee in sein sehr ansprechendes und informatives Buch "Stadtwildpflanzen", 2022, aufgenommen (S. 157).
Mediterran-südwestasiatische Pflanze
"Trockenpflanze"
Namen
Französisch: Luzerne naine
Italienisch: Erba medica minima
Floraweb: Vorwarnstufe aufgrund Gefährdung wegen zurückgehender Bestände!
Eine Beschreibung und schöne Fotos des Zwerg-Schneckenklees findet man auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.
Steffen Guido Fleischhauer hat die Medicago-Arten in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.
Laut www.floraweb.de liegen für den Zwerg-Schneckenklee keine Angaben zur Nutzung durch Schmetterlinge vor.
Blühmonate: Mai-Juni
Standorte: Lückige Xerothermrasen, Ruderalstellen: Wegränder, Sandgruben, Mauerkronen, kalkhold
Häufigkeit:
Areal: meridionales bis temperates Europa bis Westasien, sowohl im ozeanischen als auch im schwach kontinentalen Klima vorkommend (Stufe 1-7 auf der 10-stufigen pflanzengeographischen Kontinentalitätsskala). Neophyt in Zentral- und Südafrika, Nordostamerika und Australien.
Archäophyt, auch Neophyt
Einjährig-überwinternd, sommerannuell
Halbrosettenpflanze
Insektenbestäubung, Selbstbestäubung
Kleb- und Klettausbreitung der Samen
Tierausbreitung der Samen: Klett- und Klebausbreitung, Verdauungsausbreitung
Zeigerwerte:
Vergesellschaftung: wächst in der Klasse "Basenreiche Trocken- und Halbtrockenrasen" (K Festuco-Brometea; K Fest.-Brom.) und in den Verbänden "Kalk-Felsgrus-Ges." (V Alysso-Sedion albi; V Alysso-Sed.), "Kontinentale Kalk-Sandtrockenrasen" (V Koelerion glaucae; V Koel. glauc.) und "Wege-Rauken-Ges." (V Sisymbrion officinalis; V Sisymbr.).
Bastard aus Medicago falcata und der laut Rothmaler 2011 in Deutschland wohl nicht kultivierten Medicago sativa.
Die Luzerne hat im "Lehrbuch der biologischen Heilmittel" (Bd. 8) von Gerhard Madaus (1938) ein eigenes Kapitel.
Steffen Guido Fleischhauer hat die Luzerne in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.
Eine Beschreibung und schöne Fotos der Luzerne findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.
20.11.2023 - Bahnhof St. Ilgen:
Framdländische Pflanze; Heimat: Mittelmeergebiet
Eine Beschreibung und schöne Fotos des Strand-Schneckenklees findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.