Familie: Fabaceae - Hülsenfruchtgewächse
Weltweit gibt es 5 "Serradella"-Arten; in "Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland 2011" werden 2 Arten beschrieben (O. perpusillus und O. sativus).
Sebald, Seybold, Philippi, 1992, Bd. 3, S. 331, sprechen 6 Arten, von denen 5 im Mittelmeergebiet von den Kanaren bis Westasien verbreitet sind, eine Art kommt in Südamerika vor. er Verbreitungsschwerpunkt der Gattung liegt im westlichen Mittelmeergebiet. In Europa kommen 4 Arten vor, in Baden-Württemberg ist eine Art heimisch, zwei weitere kommen nur verwildert vor.
Fremdländische Pflanze; Heimat: Makaronesien, Mittelmeergebiet, SW-Europa, SO-Europa, W-Asien bis Kaukasus
Gilt in Deutschland als in Einbürgerung befindlicher Neophyt
Laut Sebald, Seybold, Philippi, 1992, Bd. 3, S. 331, kommt der Große Vogelfuß in Baden-Württemberg als seltene Adventivart vor.
Auf der Insel Elba war der Flachhülsige Vogelfuß auch des öfteren anzutreffen.
Hier sieht man ansatzweise die zusammengedrückte Hülse, die der Pflanze ihren Namen gibt.
Steffen Guido Fleischhauer führt die Vogelfuß-Arten in "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 als "Pflanzen mit leichtem Bohnenaroma für Salatbeigabe, Gemüse, Mehlbeimischungen" auf. Allerdings bestehen Einschränkungen aufgrund von Pflanzenschutz.
Eine Beschreibung und schöne Fotos des Gelben Vogelfusses findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org.
Westeuropäische Pflanze
"Unkraut- oder Ruderalpflanze"
Namen
Englisch: Bird's foot
Französisch: Ornithope délicat
Italienisch: Uccellina minore
In Oberschwaben kommt der Kleine Vogelfuß nicht vor.
Der Kleine Vogelfuß ist laut www.floraweb.de Raupenfutterpflanze für 1 Tagfalter (Gemeiner Bläuling).
Steffen Guido Fleischhauer hat die Vogelfuß-Arten in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.
Weitere Fotos des Kleinen Vogelfußes findet man auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.
Blühmonate: Mai bis Juni
Standorte: Arme Sand- (und Silikatgrus)trockenrasen, Dünen, sandige Äcker, Brachen, Ruderalstellen: Sand- und Kiesgruben, lichte Kiefernwälder, kalkmeidend
Häufigkeit: Verbreitet im Norden, auch Pfalz und Saarland; zerstreut in der Oberrheinebene, selten im Schwarzwald. Ansonsten nur lokale Vorkommen, im Süden fehlend.
Areal: meridionales bis temperates Europa, nur im ausgeprägt ozeanischen Klima vorkommend (Stufe 1-2 auf der 10-stufigen pflanzengeographischen Kontinentalitätsskala).
Einjährig-überwinternde Halbrosettenpflanze / sommerannuell rosettenlos
Selbstbestäubung
Verdauungsausbreitung der Samen
Zeigerwerte:
Vergesellschaftung: wächst in den Verbänden "Kleinschmielenrasen" (V Thero-Airion; V Thero-Air.), "Silbergrasfluren" (V Corynephorion canescentis; V Coryneph.), "Halmfrucht-Ges. saurer Böden" (V Aphanion arvensis; V Aphan.) und "Hackfrucht-Ges. oligotropher, saurer Böden" (V Panico-Setarion; V Pan.-Set.)
Herbarium Dr. Wolf von Thun: