Ornithopus spec. - Serradella-, Vogelfuß-Arten

Familie: Fabaceae - Hülsenfruchtgewächse

Weltweit gibt es 5 "Serradella"-Arten; in "Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland 2011" werden 2 Arten beschrieben (O. perpusillus und O. sativus).

Sebald, Seybold, Philippi, 1992, Bd. 3, S. 331, sprechen 6 Arten, von denen 5 im Mittelmeergebiet von den Kanaren bis Westasien verbreitet sind, eine Art kommt in Südamerika vor. er Verbreitungsschwerpunkt der Gattung liegt im westlichen Mittelmeergebiet. In Europa kommen 4 Arten vor, in Baden-Württemberg ist eine Art heimisch, zwei weitere kommen nur verwildert vor.

Ornithopus compressus - Gelbe Serradella, G. Vogelfuß, Flachhülsiger V.

Fremdländische Pflanze; Heimat: Makaronesien, Mittelmeergebiet, SW-Europa, SO-Europa, W-Asien bis Kaukasus

Gilt in Deutschland als in Einbürgerung befindlicher Neophyt

16.04.2015 - Griechenland
16.04.2015 - Griechenland

Der Große Vogelfuß in der Fachliteratur

Laut Sebald, Seybold, Philippi, 1992, Bd. 3, S. 331, kommt der Große Vogelfuß in Baden-Württemberg als seltene Adventivart vor.

 

16.04.2015 - Griechenland
16.04.2015 - Griechenland
16.04.2015 - Griechenland
16.04.2015 - Griechenland
25.04.2016 - Insel Elba
25.04.2016 - Insel Elba

Auf der Insel Elba war der Flachhülsige Vogelfuß auch des öfteren anzutreffen.

Hier sieht man ansatzweise die zusammengedrückte Hülse, die der Pflanze ihren Namen gibt.

Die Ornithopus-Arten in der Fachliteratur

Steffen Guido Fleischhauer führt die Vogelfuß-Arten in "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 als "Pflanzen mit leichtem Bohnenaroma für Salatbeigabe, Gemüse, Mehlbeimischungen" auf. Allerdings bestehen Einschränkungen aufgrund von Pflanzenschutz.

Eine Beschreibung und schöne Fotos des Gelben Vogelfusses findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org.

Ornithopus perpusillus - Kleiner Vogelfuß, Mäusewicke

Westeuropäische Pflanze

"Unkraut- oder Ruderalpflanze"

Namen

Englisch: Bird's foot

Französisch: Ornithope délicat

Italienisch: Uccellina minore

In Oberschwaben kommt der Kleine Vogelfuß nicht vor.

20.06.2022 - Botanischer Garten der Universität Konstanz
20.06.2022 - Botanischer Garten der Universität Konstanz

Der Kleine Vogelfuß in der Fachliteratur

Der Kleine Vogelfuß ist laut www.floraweb.de Raupenfutterpflanze für 1 Tagfalter (Gemeiner Bläuling).

Steffen Guido Fleischhauer hat die Vogelfuß-Arten in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.

Weitere Fotos des Kleinen Vogelfußes findet man auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.

20.06.2022 - Botanischer Garten der Universität Konstanz
20.06.2022 - Botanischer Garten der Universität Konstanz

Zum Kleinen Vogelfuß habe ich bei Rothmaler, 2011, gefunden:

Blühmonate: Mai bis Juni

Standorte: Arme Sand- (und Silikatgrus)trockenrasen, Dünen, sandige Äcker, Brachen, Ruderalstellen: Sand- und Kiesgruben, lichte Kiefernwälder, kalkmeidend

Häufigkeit: Verbreitet im Norden, auch Pfalz und Saarland; zerstreut in der Oberrheinebene, selten im Schwarzwald. Ansonsten nur lokale Vorkommen, im Süden fehlend.

Areal: meridionales bis temperates Europa, nur im ausgeprägt ozeanischen Klima vorkommend (Stufe 1-2 auf der 10-stufigen pflanzengeographischen Kontinentalitätsskala). 

Einjährig-überwinternde Halbrosettenpflanze / sommerannuell rosettenlos

Selbstbestäubung

Verdauungsausbreitung der Samen

Zeigerwerte: 

Vergesellschaftung: wächst in den Verbänden "Kleinschmielenrasen" (V Thero-Airion; V Thero-Air.), "Silbergrasfluren" (V Corynephorion canescentis; V Coryneph.), "Halmfrucht-Ges. saurer Böden" (V Aphanion arvensis; V Aphan.) und "Hackfrucht-Ges. oligotropher, saurer Böden" (V Panico-Setarion; V Pan.-Set.)

Herbarium Dr. Wolf von Thun:

07/2009 - Hofstätten/Schwarzwald, ehemalige Heidburg, Buntsandstein
07/2009 - Hofstätten/Schwarzwald, ehemalige Heidburg, Buntsandstein
06/1968 - Bargfeld, Aufgelassene Kiesgrube
06/1968 - Bargfeld, Aufgelassene Kiesgrube