Familie: Rosengewächse/Rosenartige - Rosaceae/Rosoideae
Laut "Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, 2011" gibt es weltweit 15 "Sanguisorba"-Arten; für Deutschland werden dort 2 Arten und 2 Unterarten beschrieben.
Sebald, Seybold, Philippi, 1992, Bd. 3, S. 106, sprechen von 37 "Sanguisorba"-Arten, die in der nördlichen gemäßigten zone vorkommen, In Europa kommen 7 Arten vor, in Baden-Württemberg 2 Arten.
Rosemarie Gebauer, eine Diplombiologin, die sich auf botanisch-literarische Zusammenhänge spezialisiert hat, geht in ihrem sehr schön gestalteten Büchlein "Jungfer im Grünen und Tausendgüldenkraut. Vom Zauber alter Pflanzennamen" von 2015 in einem eigenen kleinen Kapitel der Frage nach, wie die Wiesenknopf-Arten zu ihren Namen gekommen sind und geht auch auf das "Durcheinander" mit der Gattung "Pimpinella" ein. Außerdem macht sie auch auf botanische Besonderheiten aufmerksam.
Eurasiatische Pflanze
"Trockenpflanze"
Namen
Französisch: Petite pimprenelle
Italienisch: Salvastrella minore, Bibinella
Rothmaler, 2011: Suppenkraut, Salatpflanze
Laut Rita Lüder, Grundkurs der Pflanzenbestimmung, 2006, S. 40, handelt es beim Kleinen Wiesenknopf um eine sogenannte „Zeigerpflanze“: er kommt vor allem auf stickstoffarmen Standorten vor und gilt als „Magerkeitszeiger“. Außerdem gilt er auch als "Kalkzeiger" (S. 44) und "Trockenzeiger" (S. 48).
Steffen Guido Fleischhauer hat die Wiesenknopf-Arten in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.
Eine Beschreibung und schöne Fotos des Kleinen Wiesenknopfs findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.
Der Kleine Wiesenknopf wird von Rudi Beiser in seinem Buch "Vergessene Heilpflanzen. Botanik, Volksheilkunde, Anwendungen" von 2016 ausführlich beschrieben.
Laut Rothmaler 2011 wächst der Kleine Wiesenknopf gern in basenreichen Trocken- und Halbtrockenrasen ("Festuco-Brometea"), in Sandtrockenrasen ("Festuco-Sedetalia"), in Tieflagen-Fettwiesen ("Arrhenatherion elatioris") und in Wege-Rauke-Gesellschaften ("Sisymbrion officinalis").
05.05.2019 - Autobahnraststätte Via mala in der Schweiz:
17.05.2020 - Rheinebene bei Walldorf:
Hinsichtlich der Blätter besteht Verwechslungsmöglichkeit mit Pimpinella-Arten.
Eurosibirische Pflanze
"Sumpfpflanze"
Namen
Englisch: Great burnet
Französisch: Grane pimprinelle
Italienisch: Salvastrella maggiore, Meloncello
Spanisch: Agrimonia bastarda, ensalada italiana
Der Große Wiesenknopf soll auch in Oberschwaben vorkommen, wenn auch selten. Ich habe ihn dort in den letzten 15 Jahren nicht mehr gesehen, während er einem in früheren Jahrzehnten immer wieder aufgefallen ist.
Der Große Wiesenknopf hat im Lehrbuch der biologischen Heilmittel" (Bd. 10) von Gerhard Madaus (1938) ein eigenes Kapitel.
Im „Feld- Wald- und Wiesenkochbuch, Kochuchverlag Heimeran, 1978 von Eve Marie Helm hat der Wiesenknopf ein eigenes Kapitel.
Steffen Guido Fleischhauer hat die Wiesenknopf-Arten in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.
Eine Beschreibung des Großen Wiesenknopfes findet sich bei Jürgen Feder, 2014.
Der Apotheker Mannfried Pahlow beschreibt in seinem interessanten Werk "Das große Buch der Heilpflanzen. Gesund durch die Heilkräfte der Natur", 2001, Inhaltsstoffe und Wirkung des Großen Wiesenknopfs. Er hat bei uns im Gegensatz zu Russland und China allerdings nie eine große Rolle gespielt und kommt heute kaum noch zur Anwendung. Seine Wirkung ist antiseptisch, blutstillend, entzündungswidrig, stopfend und adstringierend und wurde bei Entzündungen der Schleimhäute gebraucht. Ohne Überdosierung gibt es keine Nebenwirkungen. Am ehesten wird er noch in der Homöopathie verwendet.
Der Große Wiesenknopf ist laut www.floraweb.de Raupenfutterpflanze für 6 Falterarten und Nektarpflanze für 3 Falterarten..
Eine Beschreibung und schöne Fotos des Großen Wiesenknopfs findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz und, sogar in deutscher Sprache, auf der finnischen Seite www.luontoportti.com/suomi/de.
Hunnius, Pharmazeutisches Wörterbuch, 4. Aufl. 1966:
Hinsichtlich der Blätter besteht Verwechslungsmöglichkeit mit Sumpf-Blutauge.
Blühmonate: Juni bis September
Standorte: Wechselfeuchte bis nasse Wiesen
Verbreitung:
Im Rückgang begriffen
Areal: submeridionales bis boreales Eurasien bis (Westamerika), sowohl im ozeanischen als auch im kontinentalen Klima vorkommend (Stufe 2-7 auf der 10-stufigen pflanzengeographischen Kontinentalitätsskala).
Sommergrün
Halbrosettenpflanze
Hemikryptophyt: Überdauerungsknospen in Höhe der Erdoberfläche
Staude
Rhizom
Insektenbestäubung
Windausbreitung der Samen
Licht- und Kältekeimer
Zeigerwerte:
Vergesellschaftung: wächst in der Ordnung "Feucht- und Nasswiesen" (O Molinetalia caeruleae; O Mol.).