Trifolium spec. - Klee-Arten II

Trifolium alpinum - Alpen-Klee

Mittel- und südwesteuropäische Pflanze

"Bergpflanze"

In meinem Herbarium von 1969
In meinem Herbarium von 1969

Der Alpen-Klee in der Fachliteratur

In dem antiquarischen Buch "Alpenblumen, Bd. 1" von Ludwig Klein findet sich die Abbildung eines schönen Aquarells in natürlicher Größe und eine sehr genaue Beschreibung der Pflanze, sowie Angaben zu Standort und Verbreitung.

Ein schönes Foto und eine Beschreibung des Alpen-Klees, sowie Informationen zu seiner Geschichte und Verbreitung finden sich bei Paula Kohlhaupt, Alpenblumen Band 1, 1967

Steffen Guido Fleischhauer hat die Klee-Arten in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.

Eine Beschreibung und schöne Fotos des Alpen-Klees findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.

02.09.2019 - Wallis, Am Kapellenweg von Saas Grund nach Saas Fee
02.09.2019 - Wallis, Am Kapellenweg von Saas Grund nach Saas Fee

Zum ersten Mal seit meiner Praktikantenzeit vor über 50 Jahren, habe ich wieder einen Alpen-Klee gesehen, und auch nur einmal innerhalb von 4 Tagen und auch schon ein etwas migenommenes Exemplar.

 

Der Alpen-Klee ist heimisch in der Schweiz, in Vorarlberg und Tirol. Bei Rothmaler 2011 wird er gar nicht aufgeführt, aber Floraweb hat einen Nachweis für 1 von 11956 Viertel-Grundraster (im bayerischen Alpenvorland).

Trifolium arvense - Hasen-Klee

Ursprünglich mediterran

"Unkraut- oder Ruderalpflanze"

Hinsichtlich der Blätter besteht Verwechslungsmöglichkeit mit Trifoliium campestre.

Der Hasen-Klee in der Fachliteratur

Der Hasen-Klee hat im Lehrbuch der biologischen Heilmittel" (Bd. 11) von Gerhard Madaus (1938) zusammen mit dem Wiesen-Klee unter dem Namen "Trifolium arvense et Trifolium pratense" ein eigenes Kapitel.

Laut Rita Lüder, Grundkurs der Pflanzenbestimmung, 2006, S. 49, handelt es beim Hasen-Klee um eine sogenannte „Zeigerpflanze“: er kommt vor allem auf trockenen Standorten vor und gilt als „Trockenzeiger“. Gleichzeitig gilt er auch als "Säurezeiger".

Steffen Guido Fleischhauer hat die Klee-Arten in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.

Eine Beschreibung und schöne Fotos des Hasen-Klees findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz  und, sogar in deutscher Sprache, auf der finnischen Seite www.luontoportti.com/suomi/de.

Jonas Frei hat den Hasen-Klee in sein sehr ansprechendes und informatives Buch "Stadtwildpflanzen", 2022, aufgenommen (S. 155). 


Aus dem Herbarium von Dr. Wolf von Thun, Herbolzheim:

Trifolium rubens - Purpur-Klee, Fuchsschwanz-Klee

Mitteleuropäische Pflanze

"Waldpflanze"

Namen

Englisch: Red Trefoil

Französisch: Trèfle pourpre

Italienisch: Trifoglio rossegiante

20.06.2017 - Auf der Zollernalb bei Albstadt
20.06.2017 - Auf der Zollernalb bei Albstadt
14.07.2013 - Schwäbische Alb
14.07.2013 - Schwäbische Alb

Der Purpur-Klee in der Fachliteratur

Steffen Guido Fleischhauer hat die Klee-Arten in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.

Eine Beschreibung und schöne Fotos des Purpur-Klees findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.

14.07.2013 - Schwäbische Alb
14.07.2013 - Schwäbische Alb

Aus dem Herbarium von Dr. Wolf von Thun, Herbolzheim:

Trifolium incarnatum - Inkarnat-Klee, Fleischroter Klee

Südosteuropäische Pflanze

Kulturpflanze, Futterpflanze, auch verwildert; gilt in Deutschland als unbeständiger Neophyt

25.04.2020 - Ravensburg, Acker beim Rahlenhof
25.04.2020 - Ravensburg, Acker beim Rahlenhof

Hinsichtlich der Blätter besteht Verwechslungsmöglichkeit mit Wiesen-Klee und Alexandriner-Klee.

 

In Oberschwaben kann man den Inkarnat-Klee hin und wieder auch antreffen. In Weinbergen am Bodensee habe ich ihn auch schon gesehen.

Der Inkarnat-Klee in der Fachliteratur

Steffen Guido Fleischhauer hat die Klee-Arten in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.

Eine Beschreibung und schöne Fotos des Inkarnat-Klees findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz  und, sogar in deutscher Sprache, auf der finnischen Seite www.luontoportti.com/suomi/de.

Laut www.floraweb.de liegen für den Inkarnat-Klee keine Angaben zur Nutzung durch Schmetterlinge vor.

Jonas Frei hat den Inkarnat-Klee in sein sehr ansprechendes und informatives Buch "Stadtwildpflanzen", 2022, aufgenommen (S. 156). 

09.08.2014 - Hofgut am Schleinsee (Ansalbung)
09.08.2014 - Hofgut am Schleinsee (Ansalbung)

Zum Inkarnat-Klee habe ich bei Rothmaler, 2011, gefunden:

Blühmonate: Juni-August

Standorte: Kulturpflanze, auch mäßig trockene Straßenränder, Schutt, Brachäcker

Neophyt seit dem 19. Jahrhundert

Häufigkeit: in allen Bundesländern "selten", d.h. Vorkommen unter 5 % der Kartierflächen, bis "zerstreut", d.h. Vorkommen zwischen 5-40 % der Kartierflächen

Areal: meridional/montanes bis submeridionales Europa, nur im ozeanischen Klima vorkommend (Stufe 1-4 auf der 10-stufigen pflanzengeographischen Kontinentalitätsskala).

Halbrosettenpflanze/Rosettenlos

Einjährig-überwinternd/Sommerannuell

Insektenbestäubung: Bienen, Hummeln; Selbstbestäubung

Windausbreitung, Klett- und Klebausbreitung der Samen

Verwendung: Futterpflanze

10.04.2024 - Höri, Hemmenhofen
10.04.2024 - Höri, Hemmenhofen
13.05.2013 - Hegau, Nähe Herrentisch
13.05.2013 - Hegau, Nähe Herrentisch

Aus dem Herbarium von Dr. Wolf von Thun, Herbolzheim:

Trifolium hybridum - Bastard-Klee, Schweden-Klee

Stammt aus Osteuropa

"Unkraut- oder Ruderalpfllanze", "Neophyt"

Der Bastard-Klee in der Fachliteratur

Steffen Guido Fleischhauer hat die Klee-Arten in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.

Weitere Fotos zum Bastard-Klee findet man auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz

Vielseitige Information und sehr schöne Bilder zum Bastardklee findet man, sogar in deutscher Sprache, auf der finnischen Seite www.luontoportti.com/suomi/de.

Jonas Frei hat den Bastard-Klee in sein sehr ansprechendes und informatives Buch "Stadtwildpflanzen", 2022, aufgenommen (S. 156). 

Hinsichtlich der Blätter besteht Verwechslungsmöglichkeit u.a. mit Trifoium repens.

27.06.2024 - Steiermark, Ramsau
27.06.2024 - Steiermark, Ramsau

Aus dem Herbarium von Dr. Wolf von Thun, Herbolzheim:

Trifolium resupinatum - Persischer Klee, Wende-Klee, Schabdar

Mediterrane Pflanze

"Unkraut- oder Ruderalpflanze", "Neophyt", auch Kulturpflanze

Namen

Englisch: Persian Clover, Reversed Clover

Französisch: Trèfle renversé

Italienisch: Trifoglio risupinato

Rothmaler 2011: Futterpflanze

06.06.2020 - Ackerrandstreifen im Eriskircher Ried
06.06.2020 - Ackerrandstreifen im Eriskircher Ried

Der Persische Klee in der Fachliteratur

Steffen Guido Fleischhauer hat die Klee-Arten in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.

Eine Beschreibung und schöne Fotos des Persischen Klees findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.

06.06.2020 - Ackerrandstreifen im Eriskircher Ried
06.06.2020 - Ackerrandstreifen im Eriskircher Ried

Aus dem Herbarium von Dr. Wolf von Thun, Herbolzheim:

Trifolium stellatum - Stern-Klee

Fremdländische Pflanze

Heimat: Mittelmeergebiet, Portugal, Kanaren

27.04.2016 - Insel Elba
27.04.2016 - Insel Elba

Auf der Insel Elba hat man den Stern-Klee sehr oft gesehen.

Der Stern-Klee in der Fachliteratur

Eine Beschreibung und schöne Fotos des Stern-Klees findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.

27.04.2016 - Insel Elba
27.04.2016 - Insel Elba
27.04.2016 - Insel Elba
27.04.2016 - Insel Elba
01.05.2019 - Toskana, Halbinsel Monte Agrigente
01.05.2019 - Toskana, Halbinsel Monte Agrigente

Trifolium nigrescens - Schwarzwerdender Klee

Fremdländische Pflanze; Heimat: Mittelmeergebiet mit europäischen und afrikanischen Anrainerstaaten sowie Kleinasien; gilt in Deutschland als unbeständiger Neophyt

Namen

Englisch: Small White Clover

Französisch: Trèfle noircissant

Italienisch: Trifoglio annerente

28.04.2019 - Autobahnraststätte in der südlichen Poebene
28.04.2019 - Autobahnraststätte in der südlichen Poebene

Der Schwarzwerdende Klee in der Fachliteratur

Eine Beschreibung und schöne Fotos des Schwarzwerdenden Klees findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org.

Laut www.floraweb.de liegen für den Schwarzwerdenden Klee keine Angaben zur Nutzung durch Schmetterlinge vor. 

28.04.2019 - Autobahnraststätte in der südlichen Poebene
28.04.2019 - Autobahnraststätte in der südlichen Poebene

Trifolium fragiferum - Erdbeer-Klee

Mediterrane Pflanze

"Trockenpflanze"

Namen

Englisch: Strawberry Clover

Französisch: Trèfle porte-fraise

Italienisch: Trifoglio a fragola

Spanisch: Trébol fraise

Der Erdbeer-Klee kommt auch in Oberschwaben vor. Allerdings gehen die Bestände dort stark zurück und die Pflanze gilt als stark gefährdet. Ich habe sie dort noch nie in der Natur gesehen.

20.06.2022 - Botanischer Garten der Universität Konstanz
20.06.2022 - Botanischer Garten der Universität Konstanz

Der Erdbeer-Klee in der Fachliteratur

Laut www.floraweb.de liegen für den Erdbeer-Klee keine Angaben zur Nutzung durch Schmetterlinge vor.

Sebald, Seybold, Philippi, 1992, Bd. 3, S. 411, sehen den Erdbeer-Klee als europäisch-westasiatische Pflanze, die in ganz Europa mit Ausnahme der nördlichen Teile Skandinaviens vorkommt und in Südwestasien einschließlich Kasachstan, Afghanistan, Pakistan und Iran, außerdem in Nordafrika. In Deutschland ist er vor allem an der Nord- und Ostseeküste sowie entlang der großen Flüsse verbreitet.

Eine Beschreibung und schöne Fotos des Erdbeer-Klees findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz sowie, sogar in deutscher Sprache, auf der finnischen Seite www.luontoportti.com/suomi/de.

20.06.2022 - Botanischer Garten der Universität Konstanz
20.06.2022 - Botanischer Garten der Universität Konstanz

Zum Erdbeer-Klee habe ich bei Rothmaler, 2011, gefunden:

Blühmonate: Juni-September

Standorte: Feuchte Wiesen und Weiden, Tritt- und Flutrasen, Ruderalstellen: Wegränder, Steinbrüche, Kiesgruben, nährstoffanspruchsvoll, salztolerant

Häufigkeit: an den Küsten von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gemein, .h. es gibt Vorkommen in mindestens  90% der Kartierflächen,  in den anderen Bundesländern zerstreut bis selten.

Im Binnenland im Rückgang begriffen

Areal: meridionales bis temperates Europa bis Westasien, sowohl im ozeanischen als auch im kontinentalen Klima vorkommend (Stufe 1-9 auf der 10-stufigen pflanzengeographischen Kontinentalitätsskala). Neophyt in Amerika, Afrika und Australien.

Immergrün

Rosettenlos

Hemikryptophyt: Überdauerungsknospen in Höhe der Erdoberfläche / Geophyt: Überdauerungsknospen unter der Erdoberfläche

Staude

Kriechtriebe

Insektenbestäubung

Verdauungsausbreitung, Windausbreitung der Samen?

Wächst in den Verbänden "Strandgrasnelken-Ges." (V Armerion maritimae; V Armer. marit.) und "Flutrasen" (V Agropyro-Rumicion; V Agrop.-Rum.)

20.06.2022 - Botanischer Garten der Universität Konstanz
20.06.2022 - Botanischer Garten der Universität Konstanz

Herbarium Dr. Wolf von Thun:

07/2005 - Weisweil/Oberrheinebene (grasiges Gelände am Rheindeich)
07/2005 - Weisweil/Oberrheinebene (grasiges Gelände am Rheindeich)
20.06.2022 - Botanischer Garten der Universität Konstanz
20.06.2022 - Botanischer Garten der Universität Konstanz

Meine Klee-Arten nebeneinander (mit Blühmonaten)